Kaninchen

Allgemeine Informationen

Tierhaltungsberatung und Verhaltensberatung - für glückliche Langohren und HalterKaninchen gehören - anders als oft angenommen - nicht zu den Nagetieren, sondern zur Ordnung der Hasentiere (Lagomorpha). Die Urheimat der Kaninchen ist die Iberische Halbinsel. Ihre Beliebtheit lag in den Anfängen der Züchtung durch den Menschen allein in den hervorragenden Nutzungsmöglichkeiten als Fell- und Fleischlieferanten begründet. Obwohl oder gerade weil die Zucht heute primär anderen Zielen dient, hat sich die Begeisterung des Menschen für die possierlichen Hasentiere bis heute gehalten.

Die eigentliche Haustierhaltung unserer Langohren begann erst gegen 1000 n. Chr. – zu diesem Zeitpunkt war bereits eine Vielzahl an neuen Rassen entstanden, die sich in Fellfarben und –strukturen wie auch in ihrer Größe deutlich von dem ursprünglichen Wildkaninchen unterschieden.

 

 

Tierpsychologische Verhaltensberatung berücksichtigt die natürlichen Verhaltensweisen bei KaninchenKaninchen leben in der Natur in Gruppen mit genau geregelter Hierarchie und haben hier sogar eine Gemeinsamkeit mit den Wölfen: Auch in der Hierarchie der Kaninchenkolonnen übernehmen jeweils ein männliches und ein weibliches Tier die Führung. Allerdings wird die Rangfolge anders als bei Wölfen durch heftige Kämpfe ermittelt, die zu ernsten Verletzungen führen können. Dieses Verhalten muss bei der Haltung unserer Hauskaninchen berücksichtigt werden – insbesondere unkastrierte Rammler können für großen Stress und Verletzungen der anderen Tiere sorgen.

Für die Haltung in der Wohnung sind Kaninchen (unter Beachtung einiger Grundregeln) hervorragend geeignet - bei optimalen Haltungsbedingungen werden Kaninchen handzahm und stubenrein.

 

 

 

Häufige Verhaltensprobleme und Erkrankungen

Tierhaltungsberatung und Verhaltensberatung für gesunden KaninchennachwuchsDie meisten Verhaltensauffälligkeiten und viele Krankheiten sind durch optimale, artgerechte Haltung vermeidbar. Häufige Verhaltensprobleme bei Kaninchen sind Aggressivität, Ängstlichkeit, Fellfressen, Lecken und Nagen an Gegenständen und Gitterstäben. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Kannibalismus (Ohren werden angeknabbert) und Selbstverstümmelungen. Zu den über die richtige Haltung positiv zu beeinflussenden Erkrankungen gehören neben Atemwegs-, Magen-Darm- und Augenerkrankungen auch Parasitenbefall, Kiefer-/Zahnprobleme und eingewachsene Krallen. Völlig unabhängig von den Haltungsbedingungen können Kaninchen an Myxomatose (Kaninchenpest) und RHD (Chinaseuche) erkranken - hier hilft nur die Vorsorge durch Impfung.