Hunde

Allgemeine Informationen

Verhaltensberatung für Hunde beinhaltet die Instinkte und Verhaltensweisen des WolfsUnsere heutigen treuen Freunde und Begleiter gehören zur Familie der Carnivoren (Fleischfresser) und stammen vom Wolf, dem Canis lupus, ab. Was die Dauer der engen Bindung zum Menschen anbelangt, ist er das Urgestein unter den Haustieren. Bereits seit der Altsteinzeit, also etwa um 15.000-10.000 v. Chr., spielte der Wolf eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen. Basis für diese frühen Domestizierungsanfänge war die Tatsache, dass Wolf und Mensch in sehr ähnlicher Sozialordnung lebten. Der Wolf als klassisches Rudeltier verfügt über alle wichtigen Verhaltensmuster und Kommunikationsformen, die dem Überleben des Rudels dienen.

Primäre Zielsetzungen des Rudels sind dabei die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Nahrungsbeschaffung, die Revierverteidigung und der Arterhalt durch die Sicherstellung einer starken, überlebensfähigen Nachkommenschaft. Während Wölfe auf Reviereindringlinge mit äußerster Intertoleranz reagieren, sind die Verhaltensweisen innerhalb des Rudels auf einen toleranten und friedfertigen Umgang ausgerichtet. Die Leittiere des Wolfsrudels zeichnen sich durch besondere Friedfertigkeit und Besonnenheit aus.

Bis heute ist das Verhalten unserer Hunde stark von ererbten genetischen Instinkten geprägt, was sie zu idealen Helfern in den verschiedensten Berufszweigen macht und sie darüber hinaus gleichzeitig auch zum idealen Familienbegleiter qualifiziert.

 

Verhaltensberatung und Training - der Weg zum entspannten Hund

 

Leider ist der Einfluss des Menschen auf die Wesensmerkmale unserer Hunde nicht nur positiver Natur – durch zielorientierte Züchtungen wurden neben charakterlichen Stärken leider auch Schwächen gefördert. So gibt es heute einige Rassen, innerhalb derer Tiere durch gezielte Züchtung lebensnotwendige Verhaltensweisen, wie z.B. die Beißhemmung oder die Demutshaltung bei Angriffen durch überlegene Tiere, weitestgehend verloren haben oder durch Überzüchtungen psychologische wie physiologische Probleme häufig auftreten.

Im Alltag auftretende Probleme im Umgang mit unseren Hunden oder auffällige Verhaltensweisen unserer Vierbeiner sind meist mittels gezieltem und auf Tier wie Halter zugeschnittenem Training sowie Anpassungen im Verhalten des Halters stabil in den Griff zu bekommen. Allerdings darf nicht unterschätzt werden, wie konsequent bzw. beständig Training und Verhaltensanpassungen umgesetzt werden müssen, um langfristig erfolgreich zu sein. In vielen Fällen ist neben dem Vermitteln des theoretischen Know-hows auch die praktische Unterstützung sinnvoll - das Training (Gruppen- oder Einzeltraining)  mit Ihnen und Ihrem Tier ist daher Bestandteil meines Angebotes.

Die tierpsychologische Verhaltensberatung sowie das Einzel- und Gruppentraining biete ich auf Wunsch mit Einsatz einer Videokamera an. Anhand des Bildmaterials ist eine für Sie gut nachvollziehbare Analyse der Verhaltensweisen und Körpersprache Ihres Hundes möglich und gleichzeitig lassen sich so Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Tier gut veranschaulichen. 

 

Hunde im Kontakt mit neuen Sozialpartnern

Hunde im Kontakt mit neuen SozialpartnernEgal ob eine neue Person, Familiennachwuchs oder ein weiteres Tier die Familie erweitern soll – mit Ihrem Vierbeiner ist diese Herausforderungen spielend zu stemmen, wenn Sie ein paar Grundregeln beachten. Im Rahmen meines Beratungsangebotes erhalten Sie alle Informationen, die Sie für eine erfolgreiche Zusammenführung Ihres Vierbeiners mit einem neuen Sozialpartner benötigen.

 

 

Häufige Verhaltensprobleme und ihre Ursachen

Die Ursachen für problematische Verhaltensweisen bei unseren Hunden sind vielfältig und reichen von Missverständnissen in der Mensch-Hund-Kommunikation, unvollständiger Sozialisierung und Unterforderung (Beschäftigungs- und Bewegungsdefizite) bis hin zu Folgen bestimmter negativer Erfahrungen oder Erlebnisse. Auch rassespezifische genetische Dispositionen und organische Erkrankungen können Ursache für auffälliges Verhalten sein. Grundsätzlich gilt jedoch: Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden sind in der Regel ganz natürliche Verhaltensweisen, die in ihrer Ausprägung nicht angemessen zur auslösenden Situation erfolgen.     

Ein Fall für die tierpsychologische VerhaltensberatungHäufig treten Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressions-, Angst- oder Dominanzverhalten auf. Daneben findet sich Sachbeschädigung durch Kratzen oder Beißen an Möbeln und Gegenständen, ungerichtetes und andauerndes Bellen sowie Unsauberkeit auf den vorderen Rängen der störenden Verhaltensweisen unserer Vierbeiner.

Die tierpsychologische Verhaltensberatung zeigt Ihnen auf Basis der jeweiligen Ursache für das Verhalten Ihres Hundes die richtige Vorgehensweise zur Behebung problematischen Verhaltens. Hierbei werden sowohl rassespezifische Verhaltensweisen und Besonderheiten berücksichtigt, wie auch die individuellen Wesensmerkmale Ihres Tieres. Damit ein langfristiger Erfolg erreicht werden kann, muss die geeignete Vorgehensweise selbstverständlich auch auf Sie und Ihre Alltagsanforderungen und Möglichkeiten zugeschnitten sein.  

Haltungsbedingte und andere häufige Erkrankungen

Im Rahmen meines Beratungsangebotes erhalten Sie zu allen haltungsbedingten (und damit vermeidbaren) Krankheitsbildern wie auch zu anderen bei Hunden häufigen Erkrankungen umfassende Informationen. Grundsätzlich ist hier aber zu beachten, dass die Tierhaltungsberatung den Tierarztbesuch keinesfalls ersetzen kann und bei vielen Krankheitsbildern zunächst durch den Tierarzt ausgeschlossen werden muss, dass eine organische Erkrankung vorliegt, die einer tierärztlichen Versorgung und entsprechenden Medikation bedarf. Häufige Erkrankungen bei Hunden sind Adipositas (Fettleibigkeit), Parasitenbefall, Magen-Darmerkrankungen, Hautkrankheiten sowie Augen- und Zahnprobleme. Darüber hinaus gibt es einige gefährliche Virus- und Bakterieninfektionen, denen nur mittels Impfschutz begegnet werden kann.

 

Gesetze und Verordnungen zu Paragraphen-/Listenhunden

Paragraphenhund - welche Gesetze regeln die Kampfhunde-HaltungDas Pro und Kontra zur Einordnung von Hunden in rasse- oder größenabhängige Gefahrenkategorien mag diskutiert werden - unabhängig davon ist es jedoch für die Halter von großen Hunden oder sogenannten Paragraphenhunden notwendig, die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben zu kennen und einzuhalten. Angefangen mit dem Sachkundenachweis, über das Polizeiliche Führungszeugnis und die Maulkorbpflicht - Verstöße gegen die in den einzelnen Bundesländern unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben können bis zur Sicherstellung (Wegnahme) Ihres Tieres durch die Behörden führen. Im Rahmen meines Beratungsangebotes für Hundehalter erhalten Sie alle Informationen rund um den Paragraphen-Dschungel. Darüber hinaus biete ich Ihnen und Ihren Tieren die Vorbereitung auf den Wesenstest an, damit Ihre Dicknasen künftig ohne Maulkorb oder Halti Gassi gehen dürfen.